Was ist Morbus Hodgkin?

Bei Morbus Hodgkin handelt es sich um ein sogenanntes "Hodgkin-Lymphom". Das ist eine Form von Lymphdrüsenkrebs. Durch das Vorkommen einer besonderen Zellart unterscheidet es sich von den sogenannten "Non-Hodgkin Lymphomen".

Die Ursache für das Auftreten ist bis heute nicht schlüssig geklärt. Mir sagte der Onkologe bei der Diagnose so treffend: "Sie brauchen sich also keinerlei Vorwürfe in Bezug auf den Lebenswandel zu machen, ganz gleich wie sie gelebt haben, es hatte keinen Einfluss auf die Erkrankung."

Es gibt vier Formen der Krankheit, die häufigste davon ist die "nodulär-sklerosierende" Form. Diese betrifft auch mich.

Diagnose

In meinem Fall war das erste Indiz, das zu einer näheren Abklärung führte, eine nicht schmerzhafte, leicht verschiebliche Schwellung am Hals. Ein Ultraschall identifizierte diese als einen Lymphknoten mit 3,6cm an der längsten Seite und zeigte links und rechts am Hals mehrere auffällige Lymphknoten. Dies führte zur Empfehlung, einen Lymphknoten operativ entfernen und biopsieren zu lassen.

Am Montag der Folgewoche nach dem Ultraschall erfolgte die Entfernung eines Halslymphknoten und histologische Befundung im Wiener Donauspital an der Chirurgischen Abteilung. Dienstag am späten Vormittag wurde ein CT von Hals, Thorax und Abdomen durchgeführt. Dienstag zu Mittag wurde ich über die ersten Ergebnisse des histologischen Befundes informiert, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der vorliegenden Bildgebungen, auf Morbus Hodgkin hindeuteten. Am selben Abend erfolgte das Erstgespräch mit dem Onkologen. Der finale histologische Befund am Donnerstag der selben Woche bestätigte den Befund.

Die weitere Betreuung erfolgte durch die 2. Medizinische Abteilung im Donauspital mit Schwerpunkt Hämato-Onkologie. Zur Abklärung des Stadiums wurde zusätzlich zum CT am Freitag derselben Woche noch ein PET-Scan durchgeführt. Am Montag danach wurde schließlich noch eine Knochenmarkpunktion durchgeführt. Mittwochs erfolgte die Befundbesprechung, nach bereits erfolgter Diskussion des Falles im Tumorboard. Die Diagnose nach allen Befunden lautete nun auf Morbus Hodgkin, nodulär-sklerosierende Form, Stadium IIb. 

Behandlungsplan

Zur Behandlung wurde nun eine Chemotherapie in 4 Zyklen vorgesehen. Die ersten beiden Zyklen zu jeweils drei Wochen sollten nach dem Schema "BEACOPP eskaliert" mit sowohl stationären als auch ambulanten Komponenten erfolgen. Der dritte und vierte Zyklus zu jeweils vier Wochen sollte nach dem Schema "ABVD" erfolgen. Sollte danach noch eine Resterkrankung bestehen, so könnte eine ambulante Radiotherapie auf der Ambulanz für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie durchgeführt werden.