Zur Diagnose der Erkrankung sowie zur Bestimmung des Behandlungserfolges werden verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt. In meinem Fall wurden folgende Verfahren angewandt.

 

Ultraschall (Sonografie)

Das Ultraschall war der "Stein des Anstoßes" zur weiteren Untersuchung und die erste Bildgebung. Es fand nur einmal ganz am Anfang statt, um die aufgetretene Schwellung am Hals als das zu identifizieren, was sie war: Vergrößerte Lymphknoten. Die Untersuchung wurde im Diagnosezentrum Urania durchgeführt.

Für das Ultraschall wird die zu untersuchende Region freigemacht. In meinem Fall war das der Hals. dann wird ein Gel aufgetragen und mit einer glatten Apparatur streicht der befundende Arzt über die zu untersuchende Region. Dabei bekommt er auf einem Monitor gleich ein "Live-Bild", von dem er Aufnahmen anfertigen und in das er Bemaßungen eintragen kann. Ich konnte die Befunde noch am selben Tag mitnehmen.

Lungenröntgen

Lungenröntgen wurden vor dem chirurgischen Eingriff zur Entnahme des verdächtigen Lymphknotens zur OP-Freigabe sowie danach bei stationären Aufenthalten im Donauspital im Zuge der Therapie oder der Behandlung von Nebenwirkungen gemacht.

Das Röntgen erfolgt im Stehen. Seitlich und frontal an eine Metallplatte gestellt erfolgt dabei die Bildgebung. Das gefühlt aufwändigste dabei ist das Ausrichten für die korrekte Aufnahmeposition. Die Aufnahme selbst ist schnell erledigt. Ein bisschen Geduld ist nur beim Ruhigstehen und Bewahren der Haltung erforderlich.

Computertomographie (CT)

Zur der Größe der auffälligen Lymphknoten bzw. vergleichend mit den jeweiligen Vorbefunden zur Feststellung der Wirksamkeit der Therapie wurde jeweils ein CT von Hals, Thorax und Abdomen durchgeführt. Dabei wurde ein Kontrastmittel intravenös verabreicht. Die Röhre selbst hat nichts Erschreckendes für mich, und die Dauer des Vorganges beschränkt sich auf einige Minuten. Die Geduld wird also nicht übermäßig strapaziert. Das erste CT wurde im Donauspital, die foglgenden im Diagnosezentrum Urania ("DZU") durchgeführt.

Unmittelbar vor dem CT ist eine bestimmte Menge Wasser zu trinken, sowie der Aufklärungsbogen zum Kontrastmittel auszufüllen. Da das Kontrastmittel über die Nieren wieder ausgeschieden wird, sollte der letzte Kreatininwert aus dem Blutbefund bekannt sein, der letztverfügbare Blutbefund also zur Untersuchung mitgebracht werden. Für die Untersuchung wird der Oberkörper freigemacht. Anschließend wird ein Zugang für das Kontrastmittel im Handbereich eine Vene gelegt (soferne die Untersuchung nicht im Krankenhaus stattfindet und ohnehin ein Zugang vorhanden ist). 

Für das CT liegt man auf dem Schlitten, der sich durch die Röhre bewegt. Die Kontrastmittelgabe erfolgt durch eine Maschine. Das Kontrastmittel hat bei mir ein Wärmegefühl im Körper ausgelöst, im Donauspital war es sehr intensiv, im DZU war das Wärmegefühl nur leicht. Während der Untersuchung erfolgt immer wieder für kurze Zeit die Aufforderung, nicht zu atmen bzw. nicht zu schlucken. Dies dauert nur einige Sekunden an. Besonders laut ist die Untersuchung nicht.

Nach der Untersuchung (falls nicht im Krankenhaus) wird der Venflon entfernt, ich kann mich anziehen, und der Vorgang ist für mich abgeschlossen.

Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Scan)

Der PET-Scan ist die aufwändigste Bildgebungsmethode. Sie erfordert von mir auch die meiste Zeit und Geduld. Dabei wird eine radioaktiv markierte Zuckerlösung intravenös durch einen Zugang verabreicht und nach einer "Einwirkzeit" die Verteilung im Körper gemessen. Die besonders zuckerhungrigen Tumorzellen nehmen die radioaktive Zuckerlösung besonders intensiv auf, wodurch Regionen mit Tumorzellen im Scan erkennbar sind. Während der Einwirkzeit ist es aber wichtig, ruhig zu liegen und sich nicht zu bewegen oder zu sprechen. Sonst geht die Zuckerlösung statt in den Tumor in die Muskeln und die Bildgebung verliert an Aussagekraft.

Die Einwirkzeit dauert zwischen 30 und 50 Minuten. Danach wird die Blase entleert und es geht weiter zum Scan. Ein Entkleiden ist dabei nicht nötig, die Untersuchung findet in normaler Bekleidung statt. Der Scanner ist ein Röhrenstück, durch das eine verschiebbare Liege geschoben wird. Auch auf dieser Liege sollte ich so ruhig wie möglich liegen. Der Scan läuft in Abschnitten zu jeweils 6 Minuten, in denen sich die Liege nicht bewegt. Dann geht es ein Stück weiter. Das Scannen des Bereichs von Hals, Thorax und Abdomen nimmt insgesamt in etwa 45 Minuten in Anspruch. Mit Vor- und Nachbereitung dauert das gesamte Procedere also etwa zwei Stunden.

Durchgeführt wurden meine bisherigen PET-Scans an der Ambulanz für Nuklearmedizin im Donauspital